Zur "Lockdown" Überbrückung, ein Bericht von Sylvia Leicher zur Kreuzerregatta:

1KreuzerStart2020 ycrm350pxNach dem Gondelfest war für den Sonntag sportliche Betätigung angesagt. Bei sommerlich erträglichen Temperaturen steuerten die Teilnehmer an der Regatta der Kreuzer ab 13 Uhr zwecks Meldung den Pavillon auf der Nussbaumwiese an. Die Wettfahrtleitung, die alle sechs regattaaktiven 420er-Segler/innen aus der Clubjugend übernommen hatten, konnte nach Anmeldeschluss 12 Schiffe verzeichnen.
Nach der kurzen Steuermannsbesprechung wurde erst mal der rot-weiß-geringelte Strumpf am Regattahäuschen hochgezogen: Startverschiebung um eine Stunde, da kein Lüftchen weht.


14.30 Uhr – endlich Start, nachdem sich leichter Wind mit konstanterer Richtung durchgesetzt hatte, so dass das Feld zur Luvtonne vor dem Postsportverein segelte. Der Kurs war jedoch mehr halbwinds als eine Kreuz. Als erste umrundete die Seascape „Mojo“ die Bahnmarke und zog den Gennaker, dicht gefolgt von Jollenkreuzer „My age“ mit Megagenua und H-Boot „So long“, an vierter Position Sprinta „Dschordsche“ gefolgt von …. einem Feldloch, das Skippi „Mirage“ anführte.
Der Wind Nähe Club wurde zunächst für die Feldspitze immer schlapper, so dass „My age“ vor Steg 1 sogar wie angenagelt liegen blieb. Er setzte aber für die Verfolger zum Glück wieder ein, so dass wider Erwarten „Mirage“ sowohl am Jollenkreuzer mit Kommentar „Habt ihr geankert?“ als auch an den anderen Kontrahenten vorbeizog. Ha, und da an der nahen Leetonne signalisierte das Begleitboot „Bahnverkürzung - Ziel“. So hatte „Mirage“ den knappen Vorsprung bis ins Ziel halten können.
11KreuzerLuvtonne2020 ycrm350pxEnde der Regatta – der Wind hatte sich total verausgabt und aufgegeben. Also Siegerehrung auf der Nussbaumwiese, letzte Amtshandlung der Anerkennung verdienenden Jugendwettfahrtleitung: Verlesung der Ergebnisse und Ausgabe der von Charlotte Bock eigens noch am Morgen angefertigten beiden Sonderpreise. Gefolgt von der Jugendcrew auf „Tuttswitt“ erhielt die sich wacker geschlagene Crew von „Freya“ auf Platz 12 ein gefülltes Taschentuchetui zum Trocknen der Freudentränen des Skippers von „Mirage“ über das Siegerkissen in Spinnakertuchhülle. Das war ihm eine Runde Freibier wert.
Tja, zu früh gefreut! Eine Weile später kam Julia mit einer zweiten Ergebnisliste, da Papas Stick im wahrsten Sinne des Wortes einen Bock geschossen hatte. Der erste Ausdruck, den er zuließ, war nämlich die Zieleingangsliste, aber nicht der nach Yardstick, also berechneter Zeit. Erstaunte Gesichter und neue Verlesung. Letztlich keine Änderung für „Freya“, aber ein Jubelschrei für die Siegercrew: „Dschordsche“!

Ja, ja, wer zuletzt lacht, lacht am besten. Auch die Mitsegler, denn für sie gab‘s nochmal eine Runde Freibier.
Sylvia Leicher

 

Die Bilder der Kreuzerregatta sind in unserer Galerie zu finden.